Mahon (Mao)
Mahon ist nicht nur die heutige Hauptstadt von Menorca, für die Einheimischen und vor allem die jeweils Regierenden galt sie schon in den vergangenen Jahrhunderten als Tor zur restlichen Welt. Rund fünf Kilometer ragt der größte Naturhafen Europas ins Landesinnere, der noch heute mit zahlreichen Festungen, wie zum Beispiel Fort Malborough, La Mola und Castillo de San Felip, an längst vergangene Zeiten erinnert, als diese Schutz vor Piratenangriffen boten. Der traditionsreiche Hafen von Mahon ist auch ein großer Anziehungspunkt für Touristen, denn viele Cafes und vorzügliche Restaurants an der wunderschönen Hafenpromenade laden zum Verweilen ein. Von hieraus kann man das An- und Ablegen großer Fähren, sowie das bunte Urlaubstreiben bei köstlichen Fischspeisen und einem Glas Wein beobachten. Das vielseitige Wassersportangebot lockt auch Taucher, Segler und Windsurfer an, die hier auch stets einen Ansprechpartner finden. Bei einer Hafenrundfahrt erschließen sich dem Urlauber auch die kleinen Hafeninseln, wie beispielsweise die Leuchtturminsel Illa del Llatzeret, direkt in der Hafeneinfahrt, die einst für die Behandlung von Cholerakranken errichtet wurde.
Die Altstadt Mahons bietet Kulturinteressierten zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch lohnen. Prachtvolle Jugendstilpaläste und englische Hausfassaden fügen sich in ein Stadtbild, das auch von typisch katalanischen Elementen geprägt ist. Bei einem Bummel durch die verwinkelten Gassen der lebhaften Stadt stößt der Besucher auf schön gestaltete Plazas mit alten Kirchen und historischen Klöstern. In der Hauptkirche der Stadt, der Iglesia de Santa Maria, erwartet den Besucher eine beeindruckende Orgel, die aus dem 18. Jahrhundert stammt und über 3.000 Pfeifen verfügt. Über die Geschichte der Insel informiert das Museo de Menorca, das im Franziskanerkloster Convento de San Francisco zu finden ist. Auch das Rathaus aus dem 17. Jahrhundert ist einen Besuch wert. Die britische Turmuhr und das barocke Erscheinungsbild resultieren aus späteren Veränderungen. Im Inneren des Verwaltungsgebäudes befindet sich eine Galerie, die der Öffentlichkeit zugänglich ist.
Es gibt verschiedene Aussichtspunkte, wie die Plaza Miranda, die einen tollen Ausblick auf die gesamte Stadt bereithalten. Shopping-Fans kommen in den zahlreichen Geschäften und Kunsthandwerksläden ebenfalls auf ihre Kosten.