Flora und Fauna

Das mediterrane Klima und die damit verbundenen, angenehmen Temperaturen auf der Insel Menorca sind verantwortlich für eine üppige, artenreiche Vegetation, die Tier- und Pflanzenarten hervorbringt, die nur hier zu finden sind. Große Teile der Baleareninsel wurde im Jahre 1993 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. So finden Menorca Urlauber ursprüngliche Landschaften vor, denn beispielsweise in den 19 Naturschutzgebieten sind Bautätigkeiten strengstens untersagt.

Die auf den ersten Blick eher flache Insel zeigt sich zwar in einigen Teilen mit steinigen Feldern und oft stacheliger Vegetation, auf den zweiten Blick offenbaren sich aber auch saftig grüne Blumenwiesen, ruhespendende Kiefern- und Steineichenwälder und idyllische Buchten, die von wildromantischer Schönheit zeugen. Bei ausgiebigen Streifzügen über die Insel kann man, was die Landschaftsstruktur angeht, starke Kontraste feststellen. Während an den rund 200 Küstenkilometern reizvolle Strände und kleine Buchten mit teilweise imposanten Steilküsten zu entdecken sind, an denen zahlreiche See- und Wasservögel, wie zum Beispiel Kormorane und Geldschnabelsturmtaucher, eine Heimat gefunden haben, zeigt sich das Landesinnere mit äußerst vielseitiger Natur. Die Ausläufer der Sierra de Tramuntana mit dem höchsten Berg Menorcas, dem Monte Toro, sind nicht nur ein beliebtes Wanderziel, sondern auch Lebensraum für viele selten gewordene Tierarten. Geckos und verschiedene Eidechsenarten haben hier eine geschützte Heimat gefunden, Schlangen und Skorpione findet man dort, zur Freude vieler Touristen, aber nicht.

Ein wahres Naturparadies finden Urlauber im Süden Menorcas vor. Durch Erosion entstanden hier die Barranc d’Algandar, ein wunderschöner Landstrich, der vor allem mit bis zu 50 Meter tiefen Schluchten besticht. Helles Kalkgestein erstreckt sich bis in die gewundenen Talgründe, die äußerst fruchtbar sind und beste Bedingungen für das Wachstum inseltypischer Pflanzen bieten. So überrascht es nicht, dass hier wunderschöne Orchideen und kräftige Obstbäume blühen und gedeihen.

An der Ostküste bei Mahon liegt der 1.947 Hektar umfassende Naturpark S’Albufera des Grau. Prähistorische Stätten, spannende Wanderwege und eine faszinierende Tier- und Pflanzenwelt sind eingebettet in eine harmonische Landschaft, die jeder Menorca Urlauber einmal gesehen haben sollte.